Marko Ciciliani (1970)

(*1970, Kroatien) lebt als freischaffender Komponist und Performer elektronischer Musik in Wien.  Sein Schaffen umfasst Werke für verschiedenste Besetzungen, wie Solo-, Kammermusik- und Orchesterbesetzungen, meistens in Kombination mit Live-Elektronik. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt zudem in der Einbeziehung von Lichtdesign als integratives Element einer Komposition. Die Kombination von Klang und Licht war auch das Untersuchungsfeld seiner Dissertation, die er 2010 an der Brunel University in London abgeschlossen hat (PhD).

Charakteristisch für die Kompositionen von Ciciliani ist die Auffassung von Klang als nicht nur abstraktes, sondern als kulturell geprägtes Material, dessen kommunikatives Potential es auszuloten gilt. In seinen Werken kommt eine konzeptionell geprägte Arbeitsweise zum Ausdruck, in der Aspekte der klassischen Komposition ebenso zum Tragen kommen wie solche der Sound Studies und der Psychoakustik.

Aufgrund dieser vielfältigen Bezugsebenen entzieht sich Cicilianis Musik der klaren Zuordnung zu einem einzelnen Genre, was sich darin widerspiegelt, dass seine Werke auf Festivals der instrumentalen zeitgenössischen Musik (wie Wien Modern, Forum Neuer Musik Deutschlandfunk oder den ISCM Weltmusiktagen) ebenso häufig anzutreffen sind, wie auf Veranstaltungen der experimentellen elektronischen Musik (wie ZKM, Club Transmediale/Berlin, Super Deluxe/Tokyo, NowNow/Sydney oder Experimental Intermedia/New York).

2005 gründete Ciciliani das Ensemble Bakin Zub, das ihm die kreative Plattform für die Entwicklung und Realisation multimedialer Projekte bietet, in denen insbesondere die Kombination von instrumentaler Komposition, Live-Elektronik und Lichtdesign im Mittelpunkt steht. Projekte für dieses Ensemble bilden einen der Arbeitsschwerpunkte seiner Arbeit und resultieren in programmfüllenden multimedialen Projekten.

Neben zahlreichen Kompositionen für renommierte Ensembles wie ASKO, ensemble Intégrales, Schlagquartett Köln oder Zeitkratzer komponiert Ciciliani für international herausragende SolistInnen wie Barbara Lüneburg, Dirk Rothbrust, Jannie Pranger, Arnold Marinissen u.a.. Regelmässig konzertiert er auch mit einem Soloprogramm bestehend aus Werken, die er für sich selbst geschrieben hat. 

2009 erhielt Ciciliani das prestigereiche "Villa Aurora Stipendium", was ihm ermöglichte drei Monate in Los Angeles zu leben und arbeiten. Ebenfalls in 2009 war er "Composer in Residence" beim 14. Komponisten Forum in Mittersill/Österreich. Bis 2010 lebte Ciciliani in den Niederlanden, wo er über mehrere Jahre Träger des Jahreskompositionsstipendiums war.

Ciciliani ist Gastprofessor für elektroakustische Komposition am Institut für elektronische Musik und Akustik (IEM) der Kunstuniversität Graz und unterrichtet er am Institut für Komposition und Elektroakustik (ELAK) der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Darüber hinaus ist er Lektor an der Fachhochschule St. Pölten. Er wird häufig als Vortragender zu Konferenzen und Symposien eingeladen.

2009 erhielt Ciciliani das prestigereiche "Villa Aurora Stipendium", was ihm ermöglichte drei Monate in Los Angeles zu leben und arbeiten. Ebenfalls in 2009 war er "Composer in Residence" beim 14. Komponisten Forum in Mittersill/Österreich. Bis 2010 lebte Ciciliani in den Niederlanden, wo er über mehrere Jahre Träger des Jahreskompositionsstipendiums war.

Ciciliani ist Gastprofessor für elektroakustische Komposition am Institut für elektronische Musik und Akustik (IEM) der Kunstuniversität Graz und unterrichtet am Institut für Komposition und Elektroakustik (ELAK) der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Darüber hinaus ist er Lektor an der Fachhochschule St. Pölten. Er wird häufig als Vortragender zu Konferenzen und Symposien eingeladen.

 

 

Marcel Bühler (1969)

(*1969, Mülheim an der Ruhr) lebt als bildender Künstler in Berlin. Bühler geht es in seiner künstlerischen Praxis seit jeher um die Fragen nach den persönlichen und den kulturellen Bedingungen von Kunst und Kunstproduktion sowie um die Frage, was mit dem Neuen, das einer der Fetische des Kunstbetriebs ist, passiert, wenn es nicht mehr neu ist. Zwar haftet jeglichen Neuerungen oft etwas Sensationelles und Unerhörtes an, es handelt sich dabei dennoch in der Regel um Entwicklungen, die fest eingebunden sind in ein enges historisches und gesellschaftliches Geflecht. Bühler untersucht und kommentiert in seinen Arbeiten die Mechanismen, die jedes Novum seiner Innovationskraft berauben und es zum Allgemeingut werden lassen.

In seinen Lichtarbeiten, Skulpturen, Installationen und Collagen beschäftigt er sich mit der Kunst als beispielhaftes soziales System und nutzt dazu das Mittel des ironischen Kommentars, in dessen Zentrum oft der belustigte Blick auf das eigene künstlerische Tun steht. 2006 war Bühler Stipendiat des Else-Heiliger-Fonds und 2011 als Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles.