Rahmenprogramm

Neben zwei Konzerten im Jahr bietet signalegraz in unregelmäßigen Abständen in Zusammenarbeit mit Studierenden, KUG-Mitarbeitern, Lehrenden und geladenen Gästen Sonderveranstaltungen an, die sich dem weit gespannten Themenfeld der Reihe widmen.

signalegraz Masterclass

Samstag 18.04.2015, 10.00 Uhr

mit Agostino Di Scipio 

im CUBE, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Inffeldgasse 10/3, 8010 Graz.


 

 

signalegraz Lecture

Donnerstag, 16.04.2015

18:00 Uhr - MUMUTH GRAZ (Lichtenfelsgasse 14, Proberaum), Eintritt frei

Agostino Di Scipio (Conservatory of L’Aquila)

AUDIBLE ECOSYSTEMICS 

 

AUDIBLE ECOSYSTEMICS is the title of a series of works including both live-electronics performance pieces and sound installations. In this concert, the main three performance pieces are presented. The compositional challenge consists in shaping out desirable interactions among the audio equipment (several loudspeakers and microphones, and a programmable digital signal processing computer) and the acoustics specific to the given room. Sound is experienced here not only as a material to work with, but as the medium of information that drives the processes by which it is generated and developed. Thus, the resultant network process implements a form of self-organization driven by the room acoustics and other contingencies (technological infrastructure, the logistics of the room, etc.). The peformer supervises the ‘structural coupling’ between the equipment and the room environment, and enters their mutual interactions by creatively exploring the emergent sonorities. A good performance is when the composed array of interactions goes through a large variety of system states, resulting in a variety of shapes and gestures of different pace and rhythm, sonic dusts and abrasive residues of varying  density, intermittence phenomena and larger developments spanning across several time scales.

 


 

 

 

signalegraz Lecture

Donnerstag, 05.06.2014

19:00 MUMUTH GRAZ (Lichtenfelsgasse 14, Proberaum), Eintritt frei

 

Miller Puckette (University of California, San Diego, CA):

History and Future of Live Computer Music Environments

The computer has revolutionized the practice of live electronic music by allowing to specify and automate the way musicians interact with their instruments.  Since the 1970s, researchers and musicians have developed a long series of software environments for synthesizing and processing musical sounds. This talk examines some of the roots of present-day music software concepts in systems of the past, and explores some of the present-day problems in computer music system design.

Miller Puckette won Putnam and NSF fellowships to study mathematics at MIT and Harvard, where he finished his Ph.D. in 1986.  From 1979 through 1986 he also worked on real-time techniques for live music performance at the MIT Media Lab. He then joined IRCAM where he wrote Max, a seminal computer music  environment. In 1994 Puckette joined UCSD where he is now professor and chair of the music department, and is developing a software environment for computer music named Pure Data. In 2008 Puckette was recognized with the SEAMUS Award.

http://msp.ucsd.edu


 

 

signalegraz Lecture

Freitag, 08.11.2013

18:00 MUMUTH GRAZ (Lichtenfelsgasse 14, Proberaum), Eintritt frei

 

Johannes Goebel (Rensselaer Polytechnic Institute, Troy, NY)

EMPAC at Rensselaer: Architektur für Töne, Licht und Raum
Brücken zwischen Wahrnehmen, Erfahren und Technologie

Die Aufgabe war, ein Zentrum für experimentelle Medien und zeit-basierte Künste aufzubauen – in voller Integration von Architektur, technischer Infrastruktur und inhaltlichem Programm sowohl für wissenschaftliche Forschung als auch für künstlerische Entwicklung und Produktion. Der Vortrag thematisiert, wie die architektonischen, technischen, kulturellen, technologischen bis hin zu physiologischen Kriterien definiert und umgesetzt wurden.

Das Curtis R. Priem Experimental Media and Performing Arts Center am Rensselaer Polytechnic Institute (EMPAC) wurde zwischen 2001 und 2008 geplant und gebaut. Das US-$ 220 Millionen-Projekt entstand in engster Entwicklungsarbeit zwischen den Architekten Grimshaw (London), den Fachplanern und dem Eigentümer und Nutzer. Das seit Ende 2008 in dem Gebäude aufgebaute Programm gibt praktische und analytische Hinweise darauf, wie Planung, Realisierung und Aktivitäten sich gegenseitig beeinflussen.

Johannes Goebel hat seit 2001 das Curtis R. Priem Experimental Media and Performing Arts Center (EMPAC) am Rensselaer Polytechnic Institute, der ältesten technischen Hochschule in den USA, aufgebaut. Zuvor war er 13 Jahre am Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM Karlsruhe) Mitglied der Gründergeneration, baute das ZKM-Institut für Musik und Akustik auf und war intensiv an der Bauplanung beteiligt. Er begann 1977 mit dem Erlernen der „Computermusik“ am CCRMA der Stanford University und hat nicht nur Instrumente im digitalen Code sondern auch aus Holz und Metall gebaut. Im Jahr 1992 war er für ein Semester als Gastprofessor an das Institut für Elektronische Musik und Akustik in Graz eingeladen.


EMPAC Building Fotos: © Peter Aaron/ESTO 


 

 

signalegraz Soirée

Montag, 28.10.2013

18:00 CUBE, IEM, Inffeldgsse 10/3

 

Prof. Dr. Daniel Gethmann (TU Graz, IAKK - Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften) "Materialität der Medien"

Medien sind – nach einer häufig wiederholten Auffassung – auch deshalb als immateriell zu beschreiben, weil sie dazu neigen, sich hinter ihren Wahrnehmungsebenen und Displays selbst unsichtbar zu machen. Der Vortrag diskutiert aus medientheoretischer Sicht demgegenüber die Möglichkeiten, die sich der Erkenntnis bieten, wenn Medien in ihrer Materialität wahrgenommen und in ihrer Genealogie untersucht werden.

 

MMag. Daniel Mayer (KUG, Institut 17, Elektronische Musik und Akustik) "Granularsynthese im kompositorischen Prozess"

Die Gestaltung der Mikrozeit, von Stockhausen in "... wie die Zeit vergeht ..." vor mehr als einem halben Jahrhundert theoretisch vorweggenommen, von Xenakis, Truax und Roads praktisch erforscht und weiterentwickelt, hat sich in der kompositorischen Praxis mittlerweile in selbstverständlicher Weise etabliert. Insbesondere seit den 90er Jahren erfreuen sich Granularsynthese und verwandte Verfahren großer Beliebtheit.

Der Vortrag thematisiert technische und kompositorische Aspekte meiner persönlichen Erfahrungen mit Granularsynthese in Werken für akustische Instrumente und Elektronik.

 


 

 

signalegraz Soirée

Montag, 24.06.2013

18:00 CUBE, IEM, Inffeldgsse 10/3

 

Univ.Prof. Dr. Christian Utz (Institut 1 – Komposition) "Aspekte einer performativen Analyse post-tonaler Klangorganisation – Zur Interaktion von Mikro- und Makroform bei Kurtág und Sciarrino"

Im Rahmen des Forschungsprojektes A Context-Sensitive Theory of Post-tonal Sound Organization werden Aspekte der Wahrnehmung und Konzeption post-tonaler Musik systematisch untersucht mit dem Ziel differenzierte Mittel einer „performativen Analyse“ (Nicholas Cook) zu entwickeln. Analyse dient hier nicht nur dazu, kompositorisch „gesetzte“ Strukturen aufzudecken oder empirische Hörweisen zu dokumentieren, vielmehr soll eine Verschränkung von produktions- und rezeptionsästhetischen Perspektiven in performativer Weise unterschiedliche, ggf. auch simultan miteinander wechselwirkende Wahrnehmungsmodi auf post-tonale Musik erschließen.

Basis der performativen Analysemethode bilden eine kulturgeschichtliche Diskussion der Musik- und Klangwahrnehmung, eine morphologisch fundierte Theorie musikalischer Syntax und explorativ durch Skizzen-, Struktur- und Spektralanalysen sowie durch Hörexperimente gewonnene Analysekategorien und -begriffe.

Im Vortrag werden nach einer kurzen Skizze der methodischen Grundlagen zwei Analysebeispiele zu Werken György Kurtágs und Salvatore Sciarrinos vorgestellt, in denen die Interaktion zwischen Mikro- und Makroform im Zentrum steht. Anhand der zwei Fallbeispiele wird diskutiert, wie die performative Analysemethode Synergien aber auch Konflikte mit den von den Komponisten selbst vorgeschlagenen Wahrnehmungsmodellen erzeugen kann.

http://ctpso.kug.ac.at

 

Mag. art. David Pirró (Institut 17 – IEM) "Interaction Composing – Physikalische Modelle zur Interaktions Gestaltung"

Interaktion ist in der Computermusik in vielen Bereichen, wie z.B. in der Live-Elektronik oder in der Erarbeitung reaktiver Klanginstallationen ein zentrales Thema. Auch dank der technischen Möglichkeiten, die in den letzten Jahren Komponisten und Forschern zu Verfügung stehen, wurden unterschiedliche Herangehensweisen zur Gestaltung von Interaktion entwickelt.

Der Vortrag wird einen kurzen Überblick liefern über Forschungsprojekte im Bereich Interaktionsdesign, die am Institut für Elektronische Muik und Akustik in Graz in den letzten Jahren durchgeführt wurden. Daraufhin wird ein Ansatz präsentiert, in dem physikalische Modelle verwendet werden, um Interaktion von PerformerInnen mit Klangsynthese- und Spatialisierungsalgorithmen zu gestalten. Die besonderen Eigenschaften dieses Ansatzes werden erläutert und diskutiert.

 


 

 

signalegraz Soirée

Montag, 27.05.2013

18:00 im CUBE des Instituts für Elektronische Musik und Akustik, Inffeldgasse 10/3, 8010 Graz.

 

Prof. Clemens Gadenstätter (KUG, Institut 1 – Komposition)

„WIE“ kann ich das Hören verstehen im und durch das Komponieren?

Was verstehe ich unter „Hören“? Was „verstehe“ ich, wenn ich höre, oder: was heißt „Verstehen“ im Hören?

Die Dimensionen des „Verstehens im Hören“ komponierend ertasten:

  • das akustische Erscheinen, das „Materielle“, das „Konkrete“;
  • das auf den Körper Bezogene des Gehörten – die „embodied perceptions“ im Hören (die Mini-Mimesen, die das Gehörte im Körper auslöst, es in ihm repräsentieren);
  • das Polymodale im Verstehensprozess von Gehörtem („weak synaesthesias“ als Projektionen des Gehörten auf andere Sinnesmodalitäten);
  • die Erinnerung (subjektive, kollektive);
  • das Kontextuelle/Synthetische im „Verstehen“ des Gehörten (die Situationen, die Gehörtes bedingen; das Verstehen auf Grund von situativem Vorwissen);
  • die noch zu entdeckenden Dimensionen

 

Dipl Matthias Frank (KUG Institut 17 - Elektronische Musik und Akustik) "Quellbreite von frontalen Phantomschallquellen"

Phantomschallquellen sind Hörereignisse, die an einem Ort wahrgenommen werden, an dem sich keine Schallquelle befindet. Die einfachste Art zur Erzeugung von Phantomschallquellen mithilfe von Lautsprechern stellt die Stereophonie dar. Phantomschallquellen unterscheiden sich in ihrer wahrgenommenen Qualität von realen Schallquellen. Einer dieser Unterschiede ist eine Aufweitung der wahrgenommenen Quellbreite. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Quellbreite von frontalen Phantomschallquellen, die durch gleichzeitigen Betrieb von 2 bzw. 3 symmetrisch aufstellten Lautsprechern erzeugt werden. Neben der Anzahl an aktiven Lautsprechern wird auch der Abstand zwischen diesen variiert. Die Wahrnehmung der Quellbreite wird zunächst in einem Hörversuch evaluiert. Die Versuchsergebnisse werden anschließend mit zwei aus der Raumakustik bekannten Messgrößen für die Quellbreite (interauraler Kreuzkorrelationskoeffizient und Seitenschallgrad) verglichen. Weiters wird eine angepasste Methode zur Messung des Seitenschallgrades vorgestellt, die die Eignung dieser Messgröße für simultanen Schalleinfall verbessert. Der Beitrag schließt mit einem einfachen physikalischen Modell zur Vorhersage der wahrgenommenen Quellbreite.

 


 

 

signalegraz Soirée

Montag, 29.04.2013

18:00 im CUBE des Instituts für Elektronische Musik und Akustik, Inffeldgasse 10/3, 8010 Graz.

 

Dr. Elfriede Moschitz (KUG, Institut 14 – Musikästhetik) "Giacinto Scelsi und Österreich - eine Rezeptionsgeschichte"

Der deutschsprachige Raum ist bis in die Gegenwart für die Scelsi Rezeption von zentraler Bedeutung. Der Schwerpunkt in dem vom FWF (Fonds für Wissenschaft und Forschung) und den Universitäten Kunstuniversität Graz und Innsbruck getragenen zweijährigen Forschungsprojekt "Giacinto Scelsi und Österreich", lag auf der eingehenden Darstellung der Rezeptionsgeschichte sowie der Erforschung des direkten kompositorisch-ästhetischen Einflusses Giacinto Scelsis (1905-1988) auf die weitreichende "KomponistInnenlandschaft" Österreichs.

 

Mag. art. Martin Rumori (KUG, Institut 17 – IEM) "Interaktivität in Audio Augmented Environments"

Ein "audio augmented environment" ist eine Anordnung, meist ein begehbarer Bereich, in dem die vorhandene auditive Sphäre durch eine weitere ersetzt oder überlagert wird.  Der Begriff wurde vor etwa 15 Jahren im Gebiet der virtuellen und erweiterten Realität geprägt. Dort wird "augmented" meist über die technischen Mittel definiert, mit denen eine möglichst nahtlose Überlagerung gelingen soll, also etwa bestimmte Formen der Klangprojektion.  Die Bezeichnung "environment" verweist jedoch auch auf eine künstlerische Form, die in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts im Umfeld der Pop-Art und des Fluxus entstanden ist und bei der das Verhältnis eines Kunstobjekts zu seiner Umgebung thematisiert wird.

"Interaktiv" war in den letzten zwei Jahrzehnten fast alles, was Rang und Namen hat.  Obwohl der Begriff in den verschiedensten Bereichen inflationär gebraucht wurde, bezog auch er sich meist implizit auf technische Mittel zur sogenannten Mensch-Maschine-Kommunikation.  Die ästhetische Beschaffenheit von Werken der Medienkunst wurde mit ihm selten erfasst, obwohl der Duktus seiner Verwendung diese Intention nahelegte.

Im Vortrag möchte ich anhand von Beispielen den Versuch unternehmen, den Blick auf "audio augmented environments" und das, was an ihnen "interaktiv" sein kann, zu erweitern.  Lassen sich mit "interaktiv" und "audio augmented" auch qualitative ästhetische Aussagen treffen?

Wie verhalten sich diese zur Beschreibung der technischen Konstellationen?

 


 

 

On The Choreography of Sound
Experiencing Artistic Research

Achtung: Begrenzte Teilnehmerzahl!
Anmeldung bitte per Email an eckel(at)iem.at.

7.9.2012, 16h-20h (Installationen ab 15h)
MUMUTH - Haus für Musik und Musiktheater
Universität für Musik und darstellende Kunst
Lichtenfelsgasse 14, 8010 Graz 

"On The Choreography of Sound" präsentiert Zwischenergebnisse des künstlerischen Forschungsprojekts "The Choreography of Sound" mit Beiträgen von Gerhard Eckel, Ramón González-Arroyo, David Pirrò und Martin Rumori. Im Zentrum der Veranstaltung steht die ästhetische Erfahrung als Basis, Medium und Anregung für die Reflexion über Forschung durch künstlerische Praxis. Zwei Klanginstallationen markieren die künstlerischen Positionen, die dem Projekt als Ausgangspunkt dienen. In einem ästhetischen Labor im Ligeti-Saal werden verschiedene Ansätze einer Choreographie des Klanges erfahrbar, die im Projekt erarbeitet werden. Demonstrationen ausgewählter Aspekte der im Projekt entwickelten Softwarewerkzeuge geben einen Einblick in die praktischen Bedingungen der Forschung im Projekt. In einer ausgedehnten Pause besteht die Möglichkeit, sich weitergehend mit dem Projektteam auszutauschen. 


"The Choreography of Sound" wird vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung FWF gefördert (PEEK AR41).

 Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Nähere Infos unter

 http://cos.kug.ac.at (Projekt The Choreography of Sound) 

 


 

signalegraz Soirée

15.12.2010

18h00 im CUBE des Instituts für Elektronische Musik und Akustik, Inffeldgasse 10/3, 8010 Graz.

Akustische Kunst – Thema Hörstück.
Zwischen Sprach-Klangperformance, Radiokunst und Konzertinstallation.

Historische Entwicklung und Ausblick.
Vortrag

Mit Johanna Gampe, Martin Rumori und Gerriet K. Sharma.

Eine Abendveranstaltung der Konzertreihe für Elektroakustische Musik, Algorithmische Komposition, Radiokunst und Performance.

Eintritt frei


signalegraz Workshop

9.-14. Februar 2011

im MUMUTH GRAZ (Lichtenfelsgasse 14, György Ligeti Saal)

Weitere Informationen:
http://www.impuls.cc/en/academy/special-programs.html


signalegraz Masterclass

Samstag 17.12.2011 10.00 Uhr

im Institut für Elektronische Musik und Akustik, Inffeldgasse 10/3, 8010 Graz.