Konzertreihe für Elektroakustische Musik,
A
lgorithmische Komposition, Radiokunst und Performance

Die Veranstaltungsreihe signalegraz widmet sich der Präsentation musikalischer und klangkünstlerischer Arbeiten, die in substantieller Form vermittels moderner Medientechnologie konzipiert oder realisiert wurden. Die Aufführung solcher Werke stellt eine besondere Herausforderung für Publikum, InterpretInnen und VeranstalterInnen dar, da viele dieser Arbeiten allgemein etablierte Formen der Präsentation und Rezeption auf ihre jeweils besondere Art aus den Angeln heben. Damit gerät auch ein traditionelles Verständnis der Begriffe Werk, Konzert, Komposition, Notation, Instrument, Interpretation und Improvisation aus den Fugen und muss immer wieder neu verhandelt werden. So erfordert jede Arbeit ihre spezifische Hörhaltung und Aufführungssituation – und damit größtmögliche Flexibilität seitens des Publikums, der InterpretInnen und der VeranstalterInnen.

Mit signalegraz verfolgt die Kunstuniversität Graz das Ziel, die besten Bedingungen dafür zu schaffen, sich diesen Herausforderungen an das Zuhören und Nachdenken zu stellen. Dabei steht die sinnliche Erfahrung im Rahmen künstlerisch und technisch exzellenter Aufführungen im Vordergrund. Ergänzt wird diese durch ein ausgewähltes Angebot zur Reflexion in Form einer Internetseite und eines Booklets. Diese Form der Präsentation folgt der Überzeugung, dass Erfahrung und Reflexion einander bedingen und daher als Einheit begriffen werden sollten.

Mit dem György-Ligeti-Saal im MUMUTH besitzt die Kunstuniversität Graz einen weltweit einzigartig ausgestatteten Aufführungsraum und damit eine ideale Heimat für signalegraz. Die Programmierung und Durchführung dieser Veranstaltungsreihe wird von Studierenden und AbsolventInnen sowie von mehreren Instituten der Universität getragen. Das vom Institut für Elektronische Musik und Akustik koordinierte Team erarbeitet das Programm gemeinsam mit den Instituten für Bühnengestaltung und Musikästhetik sowie dem Institut für Komposition, Musiktheorie, Musikgeschichte und Dirigieren. Die Durchführung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Veranstaltungsabteilung und besonders der Haustechnik des MUMUTH.

Der Untertitel der Veranstaltungsreihe deutet das Spektrum der Arbeiten an, die mit signalegraz präsentiert werden sollen. Dieses reicht von Elektroakustischer Musik (als Überbegriff verstanden) über algorithmische Komposition und Radiokunst (als wichtige Exponenten genannt) bis zur Performance (als Gegenpol zur Warenform des Werkes gedacht). Die Heterogenität dieser Aufzählung ist ein Indiz für die Unübersichtlichkeit des Feldes, dessen sich signalegraz annimmt. Zudem ist es auch Programm der Veranstaltungsreihe, historische Positionen aus den letzten Jahrzehnten zeitgenössischen Ansätzen gegenüber zu stellen.

 

 

Gerhard Eckel, Marko Ciciliani & Gerriet K. Sharma

 


 


Nächste Lecture:

Mittwoch, 21.04.2021

18:00 Uhr - onlineVimeo and Zoom links: https://almat.iem.at/signale.html

Algorithms that Matter

Concluding presentation of the Almat project

Algorithms that Matter (Almat) is an artistic research project that aims at understanding the increasing influence of algorithms, translating them into aesthetic positions in sound. Throughout Almat, we built new perspectives on algorithmic agency by subjecting the realm of algorithms to sonic experimentation and diffractive reading, working on several sound and intermedia pieces, inviting guest artists to participate in artistic research residencies, and collaborating with national and international partners to organise events such as workshops and new formats in artistic research around the topics of Almat. The vast collection of materials coming out of these instances was developed in the form of a Continuous Exposition, a network of pages on the Research Catalogue platform: texts, sketches, sounds, images, videos, transcriptions, code. In the past year, all these materials were annotated with meta data, and a parser software was developed to store the data in the form of a novel search engine accessible at metaexpo.almat.iem.at.

In 2020, Almat collaborated with the project Algorithmic Segments, a parcours in the context of Graz Kulturjahr 2020 that presented various positions in sound art and digital art, spread across gallery and museum spaces in the inner city of Graz. During the Signale Lecture, a short version of the Algorithmic Segment video documentation will be featured.

  • Almat team: Hanns Holger Rutz, David Pirrò, Daniele Pozzi
  • Guest artists: Ron Kuivila, Erin Gee, Jonathan Reus, Luc Döbereiner, Ji Youn Kang
  • Meta Exposition software: Luc Döbereiner
  • Video documentation Algorithmic Segments: Victor Jaschke

Algorithms that Matter ran within the framework of the Austrian Science Fund (FWF) – PEEK AR 403-GBL – and was funded by the Austrian National Foundation for Research, Technology and Development (FTE) and by the State of Styria. It was hosted by the Institute of Electronic Music and Acoustics (IEM) at the University of Music and Performing Arts Graz.


 

 

Nächstes Konzert:

22.10.2021

Portrait: ANNEA LOCKWOOD

Konzertbeginn: 19h30 im MUMUTH GRAZ (Lichtenfelsgasse 14, György Ligeti Saal)

Programm:

Buoyant (2013), stereo electroacoustic
Ear-Walking Woman (1996), prepared piano
Ruth Anderson, I come out of your sleep (1979, revised 1997), 4-channel electroacoustic
bayou–borne for Pauline (2016), six players, vocal and/or instrumental

Ensemble Schallfeld
Klangregie: Ulrich Gladisch

Eintritt frei

 

ACHTUNG:

18.10.2021, 14h00 (Inffeldgasse 10/3, IEM CUBE)
signalegraz Interview und Lecture mit Annea Lockwood

20.10. - 22.10.2021, ganztägig im MUMUTH GRAZ (Lichtenfelsgasse 14, Foyer)
Klanginstallation
A Sound Map of the Housatonic River (2010), 4-channel sound installation